JU Wuppertal benötigt Nachhilfe in Verfassungsfragen
Die Aussagen des Kreisverbandes der Jungen Union Wuppertal können nicht unwidersprochen hingenommen werden. Thilo Sarrazin hat keine Diskussion um die Chancen und Risiken der Einwanderung nach Deutschland angestoßen. Thilo Sarrazin hat Menschen wegen ihrer Herkunft und ihres Glaubens diskreditiert und beleidigt. Der Jungen Union sei gesagt, es ist nichts Aufrechtes daran, Menschen aufgrund von Vorurteilen, dubiosen Zahlen und der eigenen Ferne zu unserer Gesellschaft fortgesetzt zu verhöhnen. Das ist nicht nur nicht aufrichtig, es ist aus gutem Grund in Deutschland eine Straftat.
„Erstaunlich bedeckt zeigt sich die lokale CDU. Anstatt den Boykott von Veranstaltungen der Wirtschaftsjunioren Wuppertal zu verkünden, bei denen Gregor Gysi als Vertreter einer demokratischen Partei mitwirken wird, sollte sich die CDU in Wuppertal dringend mit der offensichtlich mangelnden Verfassungstreue seines Jugendverbandes beschäftigen.“, rät hierzu Martin Möller, der Sprecher der Kreisverbandes der GRÜNEN.
„Herr Sarrazin wirbt mit seiner Polemik für sein eitles Buch und nimmt dabei in Kauf, dass seine grundgesetzwidrigen Äußerungen eine gefährliche Wirkung auf Integrationsprozesse in unserer Einwanderungsgesellschaft haben. Die Nachwuchsorganisation der CDU in Wuppertal nutzt Rechtspopulismus für ihre eigene Profilierung. Das ist unerträglich!“, fügte Nadja Shafik, stellvertretende Sprecherin des Kreisverbandes hinzu.
27.08.2010























